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Baukunst: Steingewordenes Gebet
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In den acht Jahrhunderten seines Bestehens hat sich am Erscheinungsbild des Klosters ständig etwas verändert. Alte Gebäude wurden durch neue ersetzt oder an aktuelle Bedürfnisse und Vorstellungen von zeitgemäßem Bauen angepaßt. Die bauplastische Ausstattung ist immer wieder von stilistischen Entwicklungen beeinflußt worden, und so sind es gerade die im Kirchenrest aufbewahrten Fragmente, die bei der Datierung von Bauperioden wertvolle Hilfe leisten. Und genau dadurch beginnt Architektur zu sprechen und sich als historische Quelle zu erschließen.
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In der erlebnispädagogischen Umsetzung wird der Klostersteinmetz keine natürlichen Steine bearbeiten müssen, sondern mit einfachen, ungefährlichen Werkzeugen Gasbetonblöcke. Mosaike entstehen aus eingefärbten Gipssteinchen und ornamentierte Bodenfliesen aus Ton werden mit Stempeln aus Holz und Moosgummi geprägt.
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Als ein ganz besonderes Haus kann in der Museumspädagogik die Königshalle im Mittelpunkt stehen. In einem Rundgang und einer anschließenden Besichtigung des Inneren des Gebäudes werden altersgemäße Erklärungen zur Königshalle und deren mögliche Funktion im Mittelalter gegeben. Danach kann die praktische Einweisung erfolgen, in der das Nachempfinden mittelalterlicher Bauplastik mit einfachem Werkzeug in Gasbetonsteinen oder Ton den Blick öffnet für die vor allem dem Pflanzenreich entlehnte Ornamentik Lorscher Bauplastik von der Antike bis in die Neuzeit. Die Entwicklung naturalistischer Dekors zu stilisiertem Schmuck erweist sich bald als äußert künstlerischer Prozeß. Reste mittelalterlicher Schmuckfußböden inspirieren zu Mosaik und Tonarbeiten.
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